Kreuzfahrt an den kanarischen Inseln

Eine Kreuzfahrt zu den kanarischen Inseln eignet sich besonders gut, um dem grauen mitteleuropäischen Winter zu entkommen. Doch das milde Klima der Inseln und die vielen Sonnenstunden sind nicht der einzige Reiz der Inselgruppe: Die abwechslungsreichen Landschaften aus Vulkangestein, Lorbeerbäumen und Stränden laden zu Spaziergängen ein, während die kleinen Fischerdörfer und die schmucken Städtchen nicht weniger Besucher anziehen.

Gran Canaria: Spaziergänge durch Vulkanlandschaften

© Rüdiger Marmulla

© Rüdiger Marmulla

Die fast kreisrunde Insel Gran Canaria ist die drittgrößte Insel der Kanaren. Trockene Winde aus der Sahara sorgen für ein heißes Klima. Die milden kanarischen Winter ziehen besonders sonnenhungrige Nordeuropäer an, die Schnee und Eis den Rücken kehren wollen.

Zu den beliebten Sehenswürdigkeiten der Insel zählt das Fischerdörfchen Puerto de Mogán, das auch „Venedig des Südens“ genannt wird. Die kleinen Kanäle, die von der Küste ins Zentrum des Dorfes führen, und die schmalen Gässchen haben Puerto de Mogán seinen Zweitnamen eingebracht.

Rund zehn Kilometer von der Küste entfernt und damit auch für Kreuzfahrt-Urlauber gut erreichbar ist der Palmitos Park gelegen. Dieser Tierpark, der gleichzeitig ein botanischer Garten ist, gilt als subtropische Oase. Zahlreiche Palmen, Kakteen und Vögel haben in diesem geschützten Raum ein zu Hause gefunden. Außerdem beherbergt der Park Europas größtes Schmetterlingshaus und bietet regelmäßig Vogelschauen an.

Wanderungen durch das Vulkangestein oder Spaziergänge an den rauen Küsten sind ebenfalls beliebt. Wer Meeresrauschen und die warme Brise liebt, ist an Gran Canarias Küsten richtig.

Teneriffa: schmucke Altstädte und Pyramiden

Teide and Caldera 2006

© Jens Steckert

Die größte der kanarischen Inseln ist Teneriffa. Landschaftlich ist sie Gran Canaria recht ähnlich: Schroffe Felsformationen prägen das Landschaftsbild und gehören teilweise sogar zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten. So zum Beispiel der „Steinerne Baum“, ein rötlich-schwarzer Fels, der einem Baum gleicht. Aber natürlich gibt es auf Teneriffa noch viel mehr zu sehen.

Zum Beispiel die Altstadt von La Laguna, die zum Weltkulturerbe gehört. Viele historische Bauwerke wurden renoviert und erinnern an die Geschichte der Insel. Das Rathaus etwa, das aus dem 16. Jahrhundert stammt, wurde so oft umgebaut, dass vom ursprünglichen Bauwerk fast nichts mehr übrig ist. Der offene Säulengang ist jedoch eindeutig dem Neoklassizismus zuzurechnen. An den Stil der Jahrhundertwende erinnert dagegen die ehemalige Schule der Dominikanerinnen mit ihren verspielten Dekorationen.

Wer sich nicht nur für Historisches, sondern auch für archäologische Überreste interessiert, sollte die Pyramiden von Güímar besuchen. Sie liegen zwar nicht direkt am Meer, sind von der Küste aus aber schnell erreichbar. Forscher rätseln bis heute, wofür die stufenartige Pyramide einst diente. Manche glauben, sie seien eine Anlehnung an die ägyptischen Pyramiden, andere halten sie für ein Werk der Freimaurer.

Vielfältige Pflanzenwelt auf La Gomera

Eine weitaus kleinere Insel als Teneriffa und Gran Canaria ist La Gomera. Trotz ihrer überschaubaren Größe hat sie verschiedene Vegetationszonen. Im Norden wachsen immergrüne Lorbeerbäume, im Süden gedeihen dagegen nur karge Sträucher.

Gomera

© Thorsten Bachner

Zu den Sehenswürdigkeiten der Insel gehört das Valle Gran Rey. In den lokalen Höhlen hausten früher zahlreiche Hippies, mittlerweile hat jedoch der Pauschaltourismus Einzug gehalten. Ein Fährhafen und zahlreiche Hotels sorgen für eine gute Infrastruktur – die Bananenplantagen dagegen für Exotik.
Im Zentrum der Insel gelegen, dank der Überschaubarkeit La Gomeras jedoch auch von der Küste schnell zu erreichen, ist der Nationalpark Garajonay. Die hohe Luftfeuchtigkeit hat eine artenreichen Pflanzenwelt entstehen lassen: Flechten hängen von den Lorbeerbäumen und wachsen neben Wasserfällen und Bächen. Naturliebhaber werden bei einer Kreuzfahrt durch die Kanaren nicht zu kurz kommen.

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